Factoring, Einkaufsfinanzierung

Beim Factoring handelt es sich um eine Finanzdienstleistung für Unternehmen. Dabei kauft die Factoringgesellschaft die Forderung des Factoringkunden im Wege eines Rahmenvertrages auf und prüft vor Vertragsabschluß und fortlaufend die Bonität der Abnehmer. Dabei übernimmt die Factoringgesellschaft im Rahmen eines vereinbarten Limits das volle Ausfallrisiko. Der Factoringkunde informiert wiederum seine Abnehmer (Debitoren) darüber, dass die Forderungen an den Factor verkauft wurden und der Rechnungsbetrag an diesen zu zahlen ist.

Die Factoringgesellschaft schreibt den Factoringerlös (Forderungskaufpreis) sofort dem Abrechnungskonto des Factoringkunden gut, behält jedoch eine Sicherheit in Höhe von 10 % bis 15 % des Kaufpreises ein. Dieser Sicherheitseinbehalt wird dem Kunden bei vollständiger Zahlung durch den Debitor oder bei Fälligkeit gutgeschrieben.

Wir beraten in diesem Rechtgebiet deutschlandweit über 14 Factoringgesellschaften.

Bei der Einkaufsfinanzierung wird für den Kunden ein branchenunabhängiger Dienstleister für den Wareneinkauf tätig. Innerhalb eines festgelegten Einkaufslimits können sodann wiederholt Einkaufsgeschäfte mit unterschiedlichen Lieferanten abgewickelt werden. Dabei wird in der Regel ein Einkaufslimit ohne bankübliche Sicherheiten gewährt, da ein Kreditversicherungslimit als Sicherheit dient. Innerhalb von flexibel vereinbarten Fristen muss dann der Kaufpreis an den Dienstleister zurückgezahlt werden. Dieser setzt sich aus dem Rechnungsbetrag, den der Dienstleister an den Lieferanten bezahlt hat und einem vertraglich fixierten prozentualen Preisaufschlag zusammen.

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